Menu
Grün / Spielplätze

So bleiben Mönchengladbachs Spielplätze in Schuss

Über 200 Spiel- und Bolzplätze plus Spielgeräte auf 80 Schulhöfen, in 40 Kindergärten und mehr als 50 Kleingartenvereinen – die Spiellandschaft in Mönchengladbach ist riesig. Für alle gilt: Sicher und sauber müssen sie sein. Regelmäßig fahren Reinigungskolonnen die Spielplätze in unserer Stadt ab und haben besonders nach Wochenenden viel zu tun.

Ich leere die öffentlichen Papierkörbe, picke wilden Müll auf und kontrolliere den Spielsand, ob zum Beispiel Scherben drin sind. Das mache ich gerne. Es soll sich schließlich niemand verletzen.“

Jochen Fritsch, Grünflächenreiniger

Was macht eigentlich ein Spielplatzkontrolleur?

Es klingt nach einem entspannten Job: Den ganzen Tag Schaukeln, Rutschen und Klettern. Doch dahinter steckt eine große Verantwortung. Denn schließlich geht es um die Sicherheit der Kinder in Mönchengladbach. Um Unfälle zu vermeiden, sind regelmäßige Prüf- und Wartungsarbeiten verpflichtend. Die Regeln, welches Gerät wann und wie kontrolliert werden muss, sind überall in Europa gleich.

In Mönchengladbach muss die mags-Spielplatzunterhaltung in der Summe mehr als 2.200 Geräte auf knapp 400 Plätzen mindestens vier Mal im Jahr überprüfen. Das geschieht nach einheitlichen Vorgaben, ähnlich wie beim TÜV.

Die Checkliste für den „Spielplatz-TÜV“

  • Fundament: Wie sicher steht das Spielgerät?
  • Ordnung: Ist der Spielplatz sauber und frei von Fäkalien oder Müll?
  • Witterungsschäden: Sind alle Geräteteile aus Holz frei von Splittern, Fäulnis und noch tragfähig genug? Benötigen Geräte einen neuen Anstrich?
  • Verschleiß: Sind Seile und Fangnetze durchgescheuert? Gibt es rostige Schrauben oder kaputte Metallteile?
  • Allgemeine Mängel: Gibt es hervorstehende Schrauben, Muttern oder Nägel? Gibt es scharfe Kanten? Ist etwas wackelig?
  • Vandalismusschäden: Ist mutwillig etwas zerstört und das Gerät damit unsicher geworden?

Unabhängig vom Spielplatz-TÜV, der alle drei Monate stattfindet, wird jeder Spielplatz einmal pro Woche beäugt. So stellt die mags-Spielplatzunterhaltung sicher, dass auch unabhängig von Meldungen durch Bürger, Schäden schnell entdeckt und behoben werden können.

Wind, Wetter, …. Vandalismus

Was viel und gern benutzt wird, geht mit großer Wahrscheinlichkeit auch mal kaputt. Auch Wind und Wetter, Materialermüdung oder Vandalismus hinterlassen ihre Spuren an Spielgeräten. Die häufigsten Mängel auf Spielplätzen sind keine rostigen Schrauben oder gelockerten Holzteile, sondern mutwillig herbeigeführte Schäden.

Vandalismus bereitet uns wirklich Kopfzerbrechen. Es ist frustrierend, dass immer wieder Bänke oder Geräte zerstört werden!“

Mustafa Cemek, Betriebshofleiter der Werkstätten Brunnenstraße

Die Spielplatz-Werkstatt

So ein Wackeltier gehört selbstverständlich auf einen Spielplatz in Mönchengladbach.

Ob Wippe, Wackeltier oder Sitzkarussell – hier stehen sie frisch gestrichen und warten auf ihren Einsatz. Die Werkstätten auf der Brunnenstraße kann man auch als mags-Spielplatz-Zentrale bezeichnen. Hier arbeiten drei Kontrolleure, sechs Monteure und neun Handwerker – vom Schlosser bis zum Schreiner. Ihr Job: Sie machen den Check vor Ort, bauen Spielgeräte bei Bedarf ab, reparieren und lackieren, schweißen und schrauben in der Werkstatt. Im Team mit den Kollegen der Grünunterhaltung sorgen sie dafür, dass Mönchengladbachs Kinder glücklich und gefahrlos in gepflegten Grünanlagen unter freiem Himmel toben können.

Wasser und Naturerlebnis – unsere Themenspielplätze

Der Wasserspielplatz im Rheydter Stadtwald ist beliebtes Ausflusgziel für Familien im Sommer. Wegen Corona muss der Spielplatz jedoch aktuell ohne Wasser auskommen.

Die Spielplatzlandschaft in Mönchengladbach ist vielseitig und bietet Kindern Abwechslung. Das können besondere Elemente auf einzelnen Spielplätzen sein, aber auch ganze Themenspielplätze. Sehr beliebt sind etwa die drei Wasserspiele im Stadtgebiet. Ob am Wickrather Schloss, im Rheydter Stadtwald oder auf dem Spielplatz im Bunten Garten – in den Sommermonaten wird gerne mit Wasser gepumpt und gematscht.

Ein besonderes Angebot ist im Sommer 2019 dazugekommen. Seitdem verfügt der Rheydter Stadtwald noch über einen Naturspielplatz.

Dinosaurierfossilien suchen, Indianer-Tipis bauen oder im Strauchlabyrinth verstecken – hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Mit der Hochschule Niederrhein hat die mags-Grünplanung eine Wiese in eine Abenteuerlandschaft verwandelt. Ideengeber war die Zielgruppe selbst, denn das Jugendamt der Stadt hat vor der Entwicklung Workshops koordiniert, in denen Kinder ihre Wünsche beitragen konnten. Bislang einzigartig an dem Naturspielplatz ist die verbaute Sensorik. Unter Berücksichtigung des Datenschutzes werden nur Geräusche erfasst, sodass die Anonymität der Nutzer gewährleistet ist. Sie liefern Rückschlüsse, welche Entdeckerstationen zum Beispiel am liebsten genutzt werden, weil es dort immer laut ist. Das Forschungsprojekt dahinter heißt „public life – smart measurement“ und soll dazu führen, dass Flächen im öffentlichen Raum an das Nutzungsverhalten angepasst werden können. Es wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Mehr Informationen gibt es unter https://plsm-project.com.

Mängel melden

Auf allen Spielplätzen gibt es ein Hinweisschild: Wer Schäden an Spielgeräten entdeckt, sollte diese sofort dem Servicetelefon der mags melden unter Telefon: 02161 – 49 10 10 (Mo. bis Sa., 6 bis 22 Uhr), Mail: service@mags.de.

Keine Kommentare

    Hinterlasse einen Kommentar