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Forst / Grün

Der Volksgarten – die grüne Oase

Der Volksgarten – es  dürfte kaum einen Mönchengladbacher geben, der nicht schon einmal dort war oder zumindest weiß, wo er liegt. Den Volksgarten schenkte der Rheydter Unternehmer Peter Krall im 19. Jahrhundert den Bürgern der Stadt. Als Teil des Naturschutzgebietes Volksgarten-Bungtwald-Elschenbruch mit einer Fläche von 137 Hektar liegt der Volksgarten im Stadtteil Bungt. Gladbachs grüne Oase grenzt im Norden an die Peter-Krall-Straße, im Westen an die Carl-Diem-Straße, im Osten an das Sträßchen In der Bungt und im Süden an die Hardterbroicher Straße.

In Mönchengladbach existieren 16 ausgewiesene Naturschutzgebiete. Der Bungtwald schließt sich dem Volksgarten in östlicher Richtung an. Der Elschenbruch, durch den die Niers fließt, liegt südlich des Bungtwalds vor den Toren von Schloss Rheydt.

Der wertvolle Baumbestand

Der Wert des gesamten Naturschutzgebiets liegt vor allem in seinem reich strukturierten Au- und Feuchtwald und den altholzreichen Buchenbeständen. Neben 160 bis 180 Jahre alten Buchen zählt Werner Stops, mags-Revierförster, 140 bis 160 Jahre alte Eschen sowie Bergahorn, Erle und Birke zu den Schätzen des Volksgartens. In seinen Augen ist der Volksgarten aufgrund des vorhandenen Altbuchenbestands aus ökologischer Sicht der wertvollste Wald in der Stadt.

Der Bungtbach – ein ökologisches Vorzeigeprojekt

Durch Volksgarten und Bungtwald schlängelt sich der aufwändig renaturierte Bungtbach, der weiter nördlich in den Gladbach-Kanal mündet. In drei Bauabschnitten wurde der Wasserlauf am Volksbad, im Volksgarten und entlang der Straße An den Zwölf Morgen in Hardterbroich renaturiert. Der Bungtbach fließt nun wieder gemächlich durch eine Auenlandschaft, in der auch der Eisvogel gesichtet wird – ein Zeichen intakter Natur. Zur Auenlandschaft zählen Schwarzerlen, Eschen, Eichen, Sträucher, Binsen, Schilf und Rohrkolben.

Die großen Vorkommen des Buschwindröschens sind im Frühling ein Anblick von bezaubernder Pracht. An manchen Stellen blüht die Schlüsselblume. Zahlreiche Vogelarten leben und nisten zum Teil im Gebiet: Eisvogel, Sumpfmeise, Grünspecht, Buntspecht, Sumpfrohrsänger und Nachtigall. Säugetiere: Rehe, Hasen, Kaninchen, Fuchs, Iltis, Wiesel und diverse Mausarten. Sicherlich leben auch verschiedene Fledermausarten im Naturschutzgebiet. Auf dem Weiher gibt es Wasserspiele und zahlreiche Enten, Schwäne, Gänse.

Der Volksgarten für junge Familien

Kletterspinne, Schaukelpfanne, Erlebnistunnel, Aussichtsrutsche und natürlich Wippen, Karussell und ein Sandkasten für die Kleinsten: Der Spielplatz im Volksgarten am Weiher ist bei jungen Familien als nahe gelegenes Ausflugsziel sehr beliebt. Der Spielplatz wird unterhalten von mags. Zahlreiche Sitz- und Picknickmöglichkeiten rundum laden zum weiteren Verweilen ein.

Der Volksgarten für Spaziergänger, Radfahrer, Wanderer und Läufer

Vier Strecken von zwei bis zehn Kilometern Länge führen Läufer, Jogger und Walker durch den Bungtwald an der Niers auf schottrigen Sandwegen, Waldwegen und Asphalt durch Wald, Felder und rund um die Parkanlagen von Schloss Rheydt. Zwei Übersichtsschilder am Schloss Rheydt und am Parkplatz In der Bungt sowie 43 Pfosten weisen den Weg.

Auf eine Hunderunde im Naherholungsgebiet

Eine Runde mit dem Hund drehen und durchpusten: Das geht im Volksgarten besonders gut. Wir stellen das Auto auf dem Parkplatz Peter-Krall-Straße Ecke Carl-Diem-Straße ab und biegen direkt links vorbei am Seniorenheim des Deutschen Roten Kreuzes in den Volksgarten. Wasser, eine Jugendstilbrücke, der große Spielplatz und viel Grün – und im Jahr 2001 schlagartig weltberühmt: Ein im Volksgartenweiher lebender Wels soll damals einen Dackel gefressen haben. Die Legende wurde weltweit bekannt, und tatsächlich 2003 wurde ein verendeter, riesiger Wels gefunden. Präpariert ist seine Leiche noch heute im Museum Schloss Rheydt zu besichtigen.

Nur wenige Meter von der Straße "An den Zwölf Morgen" entfernt kann der Bungtbach über diese Findlinge überquert werden.
Nur wenige Meter von der Straße „An den Zwölf Morgen“ entfernt kann der Bungtbach über diese Findlinge überquert werden.

Wir gehen einmal um den Weiher herum und verlassen den Volksgarten an der Hardterbroicher Straße, Ecke In der Bungt/An den Zwölf Morgen. Überquert man die schmale Straße, erreicht man nach etwa zwanzig Minuten auf Feldwegen Schloss Rheydt. Wir umrunden die Schlossanlage und gehen dann durch den Elschenbruch und den Bungtwald auf überwiegend Waldwegen bis zur Straße In der Bungt, überqueren sie und sind zurück im Volksgarten. Die Runde ist gut in einer Stunde zu gehen, schlägt man weitere Waldwege ein, ist sie locker auf zwei Stunden erweiterbar.

Tipp: Biegt man vom Volksgarten rechts in die schmale Straße An den Zwölf Morgen ein, statt sie Richtung Schloss Rheydt zu überqueren, sieht man sich direkt dem Bungtbach gegenüber. Auf einem schmalen Spazierweg kann man hier in der Bungtbachaue bis zum Stadtteil Hardterbroich entlang des Bachs laufen.

Anfahrt Volksgarten:

Bus: 031, 005
S-Bahn: MG-Lürrip
Auto: Kostenloses Parken: In der Bungt, Carl-Diem-Straße

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