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Abfall

Ab ins Tütchen!

In einem bitterbösen britischen Video, das auf Qualzucht bei Hunden aufmerksam machen will, geht es um die fiktive Hunderasse Slog, ein Kofferwort aus „slug“ und „dog“, Schnecke und Hund. Ein Slog sei die neue perfekte Gattung vor allem für Großstädter, da äußerst praktisch zu halten: Der Slog brauche weder Auslauf noch müsse man damit rechnen, dass er Kothaufen produziere. Denn Slogs kommen ganz ohne Beine und Darmöffnung aus: Slogs kriechen in Wellenbewegungen vorwärts und geben ihre Ausscheidungen dabei über die Haut ab.

Warum ich das alles erzähle? Weil es zum Glück keine Slogs gibt. Dafür aber Hunde. Und die geben ihre Hinterlassenschaften in Form von Kothaufen ab. Ihren Stuhlgang erledigen Hunde draußen beim Gassi gehen oder im heimischen Garten. Für verantwortungsvolle Hundehalter ist es dann selbstverständlich, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere mit einem Hundekotbeutel aufzunehmen, den Beutel fest zuzuknoten und im nächsten öffentlichen Papierkorb oder der heimischen Restmülltonne zu entsorgen. Den Hundehaufen sind Krankheitsüberträger, stinken, sind eklig anzusehen und unter der Schuhsohle äußerst widerlich. Kurzum, ab ins Tütchen!

In Mönchengladbach stehen übrigens 1500 Papierkörbe zur Verfügung. Und wer einmal keinen Kotbeutel zur Hand hat, der zieht sich einen: 300 Tütenspender hat die GEM dafür über das Stadtgebiet verteilt aufgestellt; die reißfesten Beutel sind kostenlos. Die Belloo-Boxen werden von der GEM und der Initiative Clean-up-MG unterhalten und finanziert; Paten befüllen die Boxen mit Tüten. Hier geht’s zu den Standorten der Belloo-Boxen: www.clean-up-mg.de

Wenn mal kein Papierkorb in der Nähe ist

Manchmal ist gerade kein Papierkorb in der Nähe, wenn der Hund gerade sein Geschäft gemacht hat. Wer den gefüllten Kotbeutel nicht lange in der Hand mit sich tragen möchte, der kann sich einen Häufchenhelfer zulegen. Der Handel hält dieses praktische Gimmick zum Aufnehmen und Transportieren von Hundekot bereit: Einfach Kotbeutel über den Häufchenhelfer stülpen, Hinterlassenschaft aufnehmen, Beutel verknoten und Helfer verschließen. So gelingt der geruchsfreie, bequeme Weg zum nächsten Papierkorb.

Auch im Handel erhältlich sind duftende Kotbeutel für sensitive Halternasen, Papierbeutel für besonders umweltbewusste Halter und Mini-Harken zum Einsammeln von Hundehaufen von Rasenflächen. Genug Produkte also, die dazu beitragen, „wilden Hundekot“ zu vermeiden.

Das Feld-, Wald- und Wiesenproblem

Hundekot gehört überall ins Tütchen und mitgenommen, auch wenn die Orte des Geschehens Felder, Wälder oder Wiesen sind. Denn: Hundekot ist schädlich für Nutztiere und die Umwelt. Fressen etwa Milchkühe von Hundekot verunreinigtes Futter, können enthaltene Erreger zu Fehlgeburten führen.

Die Verpiss-dich-Pflanze

Hundekot in Vorgärten – auch das kommt leider immer mal wieder vor. Wer sich davor schützen möchte, kauft ein paar Verpiss-dich-Pflanzen (Coleus Canin). Ja, sowas gibt’s tatsächlich! Sie verströmen einen für Hunde derart unangenehmen Geruch, dass die Vierbeiner lieber woanders ihren Stuhlgang erledigen.

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