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Mülldetektive

Unterwegs mit den mags-Mülldetektiven

Andreas und Sandro sind zwei der neun mags-Mülldetektive. Sie ermitteln stadtweit Müllsünder, verhängen Strafen, führen Observierungen an Containerstandorten durch und verteilen Rote Karten an Menschen, die achtlos Zigarettenstummel, Getränkebecher und mehr auf Straßen, Wegen und Plätzen entsorgen. Dieses Wegwerfen in der Öffentlichkeit wird auch als Littering bezeichnet.

Die mags-Mülldetektive sind auch mit E-Bikes im Stadtgebiet unterwegs. Wie hier im Geropark.
Foto: Silvana Brangenberg

Die Mülldetektive arbeiten in ihren festen Bezirken in eingespielten Zweier-Teams. Vier Bezirke gibt es. Ein zusätzliches Fahrrad-Team mit sich abwechselnden Mülldetektiven ist in der gesamten Stadt unterwegs.

„Die Bürger kennen uns schon und schätzen unsere Arbeit. Sie rufen mehr und mehr bei mags an, um wilden Müll oder ähnliches zu melden. Dieses Vertrauen, diese Zusammenarbeit, das freut uns sehr.“

Andreas Heines, mags-mülldetektiv
Fünf Jahre Mülldetektive: Eine echte Erfolgsgeschichte, auch in den Medien
Ein starkes Team, das seit fünf Jahren gegen wilden Müll in Mönchengladbach vorgeht: die mags-Mülldetektive.
Foto: Silvana Brangenberg.

Die mags-Mülldetektive um Leiter Jörg Wilms sind seit fünf Jahren erfolgreich im Kampf gegen wilden Müll unterwegs. Zahlreiche Städte haben das Mönchengladbacher Modell übernommen, darunter auch die Landeshauptstadt Düsseldorf. Die mags-Mülldetektive sind auch durch ihre Auftritte in den Medien bekannt: Neben der lokalen Presse treten sie regelmäßig in unterschiedlichen TV-Sendern auf.  

Auch diese beiden sind ein eingespieltes Team: Sandro und Jochen. Das Foto entstand im November 2019, vor der Pandemie.
Foto: Silvana Brangenberg

Heute werden Andreas und Sandro vom Hamburger Fernsehproduktions-Team Filmreif TV begleitet. Man kennt sich, es ist nicht das erste Mal, dass die Hamburger die Mülldetektive begleiten, sie haben schon für zahlreiche Sendungen mit ihnen gedreht. Jetzt filmen sie für einen etwa 15-minütigen Beitrag über die mags-Mülldetektive, der im TV-Sender Kabel Eins ausgestrahlt wird. Für die Männer stehen an diesem Tag einige Fälle auf dem Programm.

Wenn Sperrmüll zum Problem wird

In Eicken ist ein Bürgersteig komplett mit Sperrmüll zugestellt, der nicht abgeholt wurde. Sandro und Andreas wissen, warum: Die Bürgerin hat zwar ihren Sperrmülltermin korrekt bei der GEM gebucht, doch hat sie den Sperrmüll vor eine andere Hausnummer gestellt, ohne dies der GEM mitzuteilen. Der Grund: Die Bürgerin wollte die Garagen neben ihrem Haus nicht zustellen. Als sie die GEM anrief, um zu erfahren, warum ihr Sperrmüll nicht abgeholt wurde, erklärte man ihr, den Müll am gebuchten Ort nicht vorgefunden zu haben.

Dieser Sperrmüllhaufen versperrt den Bürgersteig. Foto: Susanne Jordans

Es wird ein neuer Abholtermin einige Tage später vereinbart. Die Bürgerin hätte bis zum neuen Termin ihren Sperrmüll vom Bürgersteig räumen müssen, was nicht geschah. Wie es häufig vorkommt, haben andere Menschen ihren Müll zum stehengebliebenen Sperrmüll der Bürgerin gestellt. Deswegen sind Sandro und Andreas vor Ort. Sie wollen wissen, um welche Müllsorten es geht und die Bürgerin persönlich darüber aufklären, dass sie Sperrmüll frühestens am Vorabend des Abholtermins im öffentlichen Raum ablegen darf.

Die Bürgerin ist nicht zuhause. Ein Mann kommt zufällig angefahren, parkt sein Auto vor dem Haus. Sandro spricht ihn an, es ist ein Nachbar der Bürgerin. Er hat ihre Handynummer. Sandro ruft die Bürgerin an, erklärt ihr ruhig den Sachverhalt, gibt ihr 24 Stunden Zeit, ihren Sperrmüll vom Bürgersteig zu entfernen. Die Frau zeigt sich sofort einsichtig.

Andreas und Sandro kontrollieren den Müll, notieren die einzelnen Sorten, beauftragen die GEM damit, den Müll, der nicht zum Sperrmüll der Bürgerin gehört, aufzusammeln. Dann geben sie wie bei jedem Fall den gesamten Vorgang via Tablet und Spezial-Software zu Protokoll zur weiteren Bearbeitung des Falls durch den mags- und GEM-Innendienst. Bevor sie zum nächsten Einsatz fahren, räumen Sandro und Andreas den Müll noch so zusammen, dass der Bürgersteig auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen wieder nutzbar ist. Hierzu streifen sie sich Schutzhandschuhe über. Später desinfizieren sie ihre Hände. „Das ist der weniger schöne Teil unserer Arbeit“, sagt Sandro.

Bauschutt im Wasserschutzgebiet

Ein Bürger hat mags Bauschutt auf einem Feld in Krünsend gemeldet. Andreas und Sandro fahren hin, um sich ein Bild zu machen. Sie staunen nicht schlecht: Etwa 2,5 Kubikmeter möglicherweise kontaminierter Bauschutt wurde einfach mitten in der Natur entsorgt. „Das ist sogar Wasserschutzgebiet, das geht gar nicht“, sagt Andreas und schüttelt den Kopf. Proben des Bauschutts sollen in ein Labor geschickt werden, um festzustellen, ob die Substanz kontaminiert ist. Dann muss der Eigentümer des Grundstücks ermittelt werden. Er ist dann für den Abtransport des Bauschutts zuständig.

Neben Meldungen von Bürgern erfahren die Mülldetektive auch von der Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst, wo wilder Müll entsorgt wurde. Die hier genannten Fälle sind nur zwei von etlichen weiteren Terminen, die Sandro, Andreas und das TV-Team heute haben. „Eins ist sicher: Langweilig wird es uns nicht“, sagt Andreas und wirft den Motor des mags-Fahrzeugs an. Die Untersuchung des nächsten Tatorts steht an.

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